Chur Geschichtliches


Die Geschichte der ältesten Stadt der Schweiz geht zurück bis fast dreitausend Jahre vor Christus. Am linken Ufer der Plessur entdeckte man Siedlungsreste und Gegenstände aus dieser Zeit.

 

Unter den Römern war Chur Hauptort der Raetia Prima, die sich vom Bodensee bis zu den oberitalienischen Seen erstreckte.

 

Schon Ende des vierten Jahrhunderts wurde Chur Bischofsstadt und kurz darauf entstand die erste Kathedrale.

 

Im sechsten Jahrhundert gelangte Chur unter die Herrschaft der Franken und Anfangs des achten Jahrhunderts zum fränkischen Reich, das sich über das westeuropäische Gebiet des Römischen Reiches erstreckte.

Unter Otto dem Grossen konnte Chur seinen Platz als Tor zum Süden ausbauen.

Hier begannen die Saumpfade über den Julier, Splügen und San Bernardino. Insbesondere die Septimerroute, welche von Chur bis Chiavenna führte, war seit der Römerzeit einer der wichtigsten Alpenübergänge.

 

Zur Wahrung des Friedens wurden im dreizehnten und vierzehnten Jahrhundert verschiedene Bünde geschlossen, aus denen der Freistaat "Drei Bünde" hervorging.

 

Auf Grund wachsender Angst vor den Expansionsgelüsten der Habsburger verbündete sich der Freistaat gegen Ende des vierzehnten Jahrhunderts mit der Eidgenossenschaft.

 

Nach den Wirren der Glaubenskriege im sechszehnten Jahrhundert, in denen sich Chur der Reformation anschloss, entwickelte sich die Stadt in Ruhe weiter.

 

Nachdem Graubünden 1803 der Eidgenossenschaft beigetreten war, wurde Chur 1820 offizielle Hauptstadt.

 

Chur um 1642


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